Ausstattung der Kirche


Der Altar ist der Mittelpunkt der Pfarrei. Hier wird Jesus Christus unter uns gegenwärtig. Von hier fließt Lebe in die Gemeinde. Sinnbild dafür ist der aus einem Stück gehauene Altarblock aus Jurakalk ( 3t) mit dem Christusmonogramm. Ringsum sind die Symbole der vier Evangelisten, gemeißelt in belgisch-Granit: Mt – Mensch, Mk- Löwe, Lk – Stier, Joh – Adlerm nach der Offb. 4,6-7.

In den Altar eingefügt ist eine Reliquie des Hl. Bruder Klaus von Flüe (1417-1487) ein Zeitgenosse des Nikolaus von Kues.
Der Ambo in der Stufenanlage nahe bei den Gläubigen, ist der 2. Tisch, der uns gedeckt ist. „Der Mensch lebt nicht allein vom Brot….“ Wie der Altar ist er aus Jurakalk und belgischem Granit gearbeitet. Beide, mit Taufstein und Sedilien, sind Arbeiten des Bildhauers Thoas Bram, Oberwesel (1997).

Der Taufstein ist der Ort an dem wir mit Christus auf immer verbunden werden, ist aus dem gleichen Material wie Altar und Ambo. Das Taufbecken ist ein Geschenk der Schwester des Cusanus aus dem Jahre 1473. Auszug aus ihrem Testament vom 12. April 1473:

„Item so setzen und geben ich der Kirchen zu Cuse, dwyle ich und alle myn gebroder und sustern da gedaufft synt, mynen gegossen messyngs Kessel, das sy eynen dauff (Taufbecken) daruß machen.“

Der Hochaltar trägt die Figur des Welterlösers; darüber das Gemälde er Himmelfahrt Christi. Links und rechts der Säulenpaare sind Figuren des Pfarrpatrons St. Briktius (1720) und des Diözesanpatrons St. Matthias (1900). Der Tabernakel wurde 1707 vom Ort Graach gekauft. Über dem Strahlenkranz im Deckengewölbe erinnert das Wappen an den großen Sohn der Gemeinde, Kardinal Nikolaus von Kues (1401 – 1464) Entwurf und Ausführung von Restaurator E. Onnen, Bamberg.

Der Marien- und Josefsaltar erhielten, wie der Hochaltar, wieder Holzpodeste. Die Restaurierung der Altäre, Heiligenfiguren und Kreuzwegstationen wurden der Firma Mrziglod aus Tholey übertragen.

Immerwährende Hilfe, Gnadenbild der Mutter von der „Immerwährenden Hilfe“. Das Original befindet sich in der Kirche St. Alfonso in Rom. Wahrscheinlich wurde es von einem griechischen Mönch gemalt und kam von der Insel Kreta nach Rom. Es wurde immer wieder kopiert und ist in der ganzen Welt ein besonders verehrtes Marienbild. Dargestellt wird es im Vorraum der Kirche auf dem ehemaligen Zelebrationsalter. Der Untergrund des Bildes ist Terrakotta, gebrannter Ton.

Der Kriegergedächtnisaltar aus dem Jahre 1922 und ist im Barockstil gehalten. Er trägt als Hauptbild den auferstanden Heiland, als Sieger über den Tod. Auf der rechten Seite ist ein lorbeergeschmückter Krieger und links eine Kriegerwitwe mit ihrem Kind. Die Inschriften der Holztafeln tragen die Namen der im 1. und 2. Weltkrieg Gefallenen und Vermissten aus Kues. Die 2 Barockengel links und rechts neben dem Altar huldigen dem Auferstandenen. Zunächst fanden die Engel einen Platz auf dem Hochalter. Zu einem späteren Zeitpunkt wurden sie Zierde der Gedächtniskapelle.

Das Ölbergrelief an der rechten Turmwand neben dem Hl. Rochus stammt aus dem Jahre 1663 du wurde gestiftet von Andreas Fier und seiner Ehefrau Anna Maria Rau. Die Inschrift ist stark verwittert.

12 Apostelleuchter befinden sich an den Wänden in der Pfarrkirche und erinnern daran, dass wir das Licht des Glaubens von Christus über die Apostel empfangen haben und berufen sind, dieses Licht auch in die Welt hinaus zu tragen. Sie erinnern an das in der Apokalypse (21,14) beschriebene himmlische Jerusalem, dessen Mauern auf zwölf Grundsteinen mit den Namen der zwölf Apostel errichtet sind. Im Galaterbrief bezeichnet Paulus die Apostel auch als „Säulen der christlichen Gemeinde". Daher baute man viele Kirchen so, dass sie von buchstäblich zwölf Säulen getragen werden. Sie erinnern an die 12 Salbstellen am Tag der Kirchweihe.

Die Kirche wurde mit der Kalkfarbentechnik von Herrn Diplommalermeister Hermann Schultze ausgemalt.


Kirchenfenster im Chorraum, im Nazarenstil

links: Mariä Verkündigung
rechts: Margareta Maria Alacocque, Seherin des Herzen Jesu


Fenster im linken Seitenschiff:

Hl. Teresia von Lisieux
Hl. Katharina von Alexandiren
Hl. Elisabeth von Thüringen


Fenster im rechten Seitenschiff:

Hl. Hermann-Josef von Steinfeld
Hl. Johannes, Evangelist
Hl. Nikolaus von Myra