Grußwort - Pfingsten - Firmung 2018

Grußwort - Pfingsten - Firmung 2018

Liebe Pfarrangehörige, liebe Leserinnen und Leser unseres Pfarrbriefes!

Die fünfzig Tage der Osterzeit sind der „Quellraum“ unseres christlichen Glaubens.

Denn ohne das österliche Versprechen der realen Präsenz Christi hätten wir keine Veranlassung, den gegenwärtigen, vom Tod erstandenen Herrn zu feiern. Ohne IHN wäre alles nichts. Dann würde hier und da eine Gedenkveranstaltung, ein frommer Nachruf für eine große Persönlichkeit der Vergangenheit, vielleicht noch der Appell, sich den guten Menschen von Nazareth zum Vorbild zu nehmen, reichen. Unsere Predigt wäre nur ein Referat, unsere Gebete wären wie der Vortrag von Gedichten, die Gottesdienste eine Pflichtübung…

Aber wir pflegen als Christen den Umgang mit einem LEBENDIGEN, verkehren mit IHM, lassen uns von IHM einladen. Wir bringen einen biblischen Text so zur „Aufführung“, dass er für unsere Gemeinden begehbar wird; dass wir IHN zusammen mit den anderen dort treffen. Wir brechen in der Feier der hl. Messe das in Jesu Leib verwandelte Brot und spüren mit dem Herzen SEINE Gegenwart in lebendigem Glauben.

Die kommenden festlichen Tage unserer „Ewigen Gebete“, die Bitttage, das Hochfest Christi Himmelfahrt, das Hohe Pfingstfest, unsere Fronleichnams Feste, alle Projekte und Initiativen, die in unseren Gemeinden gestartet werden, unsere Feste (Pfarrfeste) sollen und dürfen vom österlichen Licht des auferstandenen Christus erhellt sein. Nicht die Kirche macht und hält IHN lebendig, sondern unser Vater im Himmel.

Ich muss Christus nicht herbeireden oder gar ersetzen. Wir müssen das Rad nicht immer neu erfinden… Der Wucht des Ostereignisses können wir vielstimmig und langsam entsprechen. Ja, wir dürfen uns wiederholen, dürfen Bekanntes vertiefen. Wichtig ist, dass wir IHN „dazwischen“ treten lassen und sein Dabeisein wahrnehmen. Denn Ostern ist unerschöpflich. Unsere Emmaus-Wege mit dem zuweilen fremden Christus-Wanderer sind noch nicht zu Ende gegangen. Ich wünsche Ihnen einen hoffnungsvollen, nachösterlichen Weg!

Ihr Dechant Georg Moritz