Grußwort - Erntedank

Grußwort - Erntedank

Liebe Pfarrangehörige!

Die „großen Ferien“ liegen hinter uns. Der so genannte Alltag hat uns wieder. In dieser Zeit des Übergangs vom Sommer zum Herbst starten wir mit der Erstkommunion- und Firmvorbereitung in den Gemeinden unserer Seelsorgeeinheit.

Junge Christen mit ihren Familien wollen wir auf ihrem Glaubensweg ein Stück begleiten. Suchenden und Fragenden, Interessierten und Fernen wollen wir unsere Aufmerksamkeit schenken und sie einladen, in Gemeinschaft mit den anderen ihrer tiefen Sehnsucht, ihrem Glauben nach einem Halt für ihr Leben, ja Gott selbst auf die Spur zu kommen. Dort wo sich einzelne ansprechen und motivieren lassen, dort wo Vergemeinschaftung als christliche Grundhaltung erlebbar wird, entstehen „Kirchorte“, von denen die Synode spricht, die wir miteinander finden und entdecken können.

Dazu gehören auch und vor allem unsere gottesdienstlichen „Kirchorte“, an denen immer noch regelmäßig die hl. Messe gefeiert wird. Was liegt näher, als Sie, liebe Leserinnen und Leser unseres Pfarrbriefes, zur Mitfeier der hl. Messe herzlichst einzuladen?! Diese gottesdienstliche Feier, von Christus selbst gestiftet, ist das Herzstück der Kirche – auch in postsynodaler Zeit. Ohne diese Feier ginge uns die Luft aus. Sie zu ignorieren und aus der persönlichen Sonntagsplanung zu streichen, sie zu ersetzen durch irgendeine andere noch so gut gemeinte Initiative, kann niemals der Weg sein, den Christus aufgezeigt hat.

Alle unsere Planungen, unsere Aktionen, die vielen Gottesdienste in ihrer bunten Vielfalt erhalten erst durch die Feier der hl. Eucharistie Tiefgang und Überzeugungskraft. Nirgendwo sonst wird wahrhaft erfahrbar, dass die Kraft von Gott und nicht von uns kommt. In diesem Zusammenhang danke ich all denen, die in unseren Gemeinden durch ihr Gebet und durch ihre Liebe zur Eucharistie mithelfen, den christlichen Glauben zu hüten und zu schützen. Sie tragen wesentlich zur Erneuerung der Kirche bei.

Ein besonderes Lob an diejenigen, die eine Fahrt mit dem Auto in eine andere Kirche nicht scheuen, wenn in ihrem Dorf sonntags keine hl. Messe gefeiert wird!

Angeregt durch ihr Beispiel und ihr Vorbild, bleibt zu wünschen, dass auch junge Christen das Beten lernen und Zugänge finden zur Feier der hl. Messe. Die Türen unserer Kirchen sind alle geöffnet. Helfen wir mit, dass das auch in Zukunft so bleibt!

Herzlichst,

Ihr Dechant Georg Moritz